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Titel: Kremsmünster: Ökumenische Sommerakademie zum Thema „Frieden stiften“
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 24.5.2024

Heuer von 10. bis 12. Juli – Festakt zum 25-Jahr-Jubiläum

Linz (epdÖ) – Die 25. Ökumenische Sommerakademie im Stift Kremsmünster steht heuer unter dem Thema „Frieden stiften“. Die traditionsreiche Veranstaltung findet vom 10. bis 12. Juli statt und widmet sich der Frage, ob und wie in den aktuellen kriegerischen Konflikten Frieden gestiftet werden kann. Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten hätten diese Fragen auch in Europa besonders aktuell werden lassen, heißt es vonseiten der Veranstalter. Höhepunkt der Tagung ist am Donnerstag, 11. Juli, um 17 Uhr ein Festakt zum Jubiläum „25 Jahre Ökumenische Sommerakademie“.

Inwieweit christliche Kirchen zu Frieden und Versöhnung beitragen können, untersuchen die evangelischen Theologinnen Eva Harasta und Alexandra Battenberg sowie die an der Katholischen Privat-Universität (KU) Linz forschende Theologin und Sozialethikerin Katja Winkler. Der Vortrag von Eva Harasta, Programmleitung für Globale Lutherische Theologie der Lutheran World Federation, steht am Donnerstag, 11. Juli, am Vormittag auf dem Programm. Er trägt den Titel „Friede, Gerechtigkeit und Versöhnung suchen. Eine evangelische Perspektive aus der internationalen Ökumene“. Am Nachmittag spricht Pfarrerin Alexandra Battenberg, Pfarrerin in Schwechat, zum Thema „Von der Asche zum Leuchtfeuer – Impulse aus der Versöhnungsarbeit in Coventry“.

Bereits zu Beginn der Ökumenischen Sommerakademie 2024 gibt ORF-Journalist Christian Wehrschütz einen Überblick über Krieg und Frieden in Geschichte und Gegenwart. Die politischen Aspekte von Konflikten und Kriegen analysieren der Historiker Hannes Leidinger (Wien) und der Politikwissenschafter Oliver Hidalgo (Uni Passau).

Podiumsgespräch „In Konflikten für Frieden eintreten“
Abgeschlossen wird die Veranstaltung traditionell von einem Podium mit offiziellen Kirchenvertretern. Am Freitag, 12. Juli, diskutieren am Vormittag zum Thema „In Konflikten für Frieden eintreten“ der evangelische Superintendent Gerold Lehner, der römisch-katholische Militärbischof Werner Freistetter sowie der armenisch-apostolische Bischof und Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich Tiran Petrosyan. Den geistlichen Abschluss bildet zu Mittag ein Ökumenischer Gottesdienst in der Akademischen Kapelle des Stifts.

Die Ökumenische Sommerakademie ist eine Veranstaltung der Katholischen Privat-Universität (KU) Linz, des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), des Evangelischen Bildungswerks Oberösterreich, der Kirchenzeitung der Diözese Linz, des Stiftes Kremsmünster, der Religionsabteilung des ORF und des Landes Oberösterreich.

Detaillierte Infos zum Programm und Anmeldung: https://ku-linz.at/universitaet/veranstaltungen/news/25-oekumenische-
Verfasst am: 27.05.24, 12:07
Titel: „Aufeinander zugehen“: 150 Jahre Diakonie in Österreich
Autor: MB
Quelle: www.klick-kärnten.at vom 27.5.2024

Das Team der Diakonie de La Tour sorgt dafür, dass pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Beeinträchtigung, Erkrankungen und Suchtproblemen, Menschen auf der Flucht sowie Kinder und Jugendliche mit schwierigen Lebenssituationen eine professionelle Betreuung haben.

Unter dem Motto „aufeinander zugehen“ feiert die evangelische Diakonie heuer ihr 150-jähriges Bestehen in Österreich. Das Jubiläum geht auf die offizielle Gründung des Vereins für Innere Mission im oberösterreichischen Gallneukirchen im Jahr 1874 zurück. Aber auch Kärnten ist mit dem Anfang der Diakonie durch Pfarrer Ernst Schwarz in Waiern bei Feldkirchen und Gräfin Elvine de La Tour in Treffen eng verknüpft. Durch ihre Initiativen entstand die jetzige Diakonie de La Tour. Diese lud gestern (26. Mai 2024) zu einem Jubiläumsfest in Klagenfurt-Harbach ein.

150 Jahre im Einsatz der Menschen
Landeshauptmann Peter Kaiser beschrieb die Diakonie mit vier Wörtern: „DRANBLEIBEN im Wirken gegen Ungerechtigkeiten und Benachteiligungen, HINSCHAUEN, wenn Menschen in Not sind, MUT MACHEN am Weg vorwärts und in Zusammenhalt, LEBEN STÄRKEN und einander zur Seite stehen.“ Die Diakonie konnte in den vergangenen 150 Jahren viel Leid lindern. Landesrätin Beate Prettner dankte der Diakonie als Partnerin des Landes bei vielen Maßnahmen, Initiativen und Projekten. „Es sind unzählige Momente, die ich mit der Diakonie verbinde. Vor allem sind es die Schlüsselübergaben bei den Eröffnungen von Einrichtungen, aber auch eure alljährlichen Adventkranzübergaben.”

Starke Zusammenarbeit
Die gute Zusammenarbeit mit der Diakonie de La Tour strichen auch die drei Standortbürgermeister Klaus Glanznig aus Treffen, Martin Treffner aus Feldkirchen und Christian Scheider aus Klagenfurt hervor. Für Klubobmann Markus Malle ist die Diakonie eine Sensation, weil sie so vielfältig in den unterschiedlichsten Sparten tätig ist. Die Klagenfurter Stadträtin Sandra Wassermann verwies auf die Mobilitätsmaßnahmen in Klagenfurt-Harbach, welche die Menschen verbinden.

Feierlicher Gottesdienst
„Wir feiern das Leben — jedes einzelne Leben“, sagte Astrid Körner, Rektorin der Diakonie de La Tour. Jeder Mensch habe seine Schönheit, Echtheit, seine Würde. Der Festgottesdienst wurde vom Kindergarten St. Ulrich, der heuer sein 15-Jahr-Jubiläum feiert, und vom Schulchor der de La Tour Schule Klagenfurt musikalisch umrahmt. Die Direktorin Diakonie Österreich, Pfarrerin Maria Moser, sagte, dass die industrielle Revolution auch neues Elend und neue Formen der Armut gebracht habe. Dem sei die Diakonie entgegengetreten. In Deutschland sei sie schon 1848 entstanden, als offizieller Verein in Österreich erst 1874.

Viele Gratulanten stellten sich ein
Grußworte für die katholische Kirche überbrachte Elisabeth Schneider-Brandauer, die Direktorin des bischöflichen Seelsorgeamtes: „Unsere Geschichte war nicht immer friktionsfrei, heute sind wir Schwesterkirchen. Für die evangelische Kirche sprachen Wolfgang Rehner als Superintendent der Steiermark und Margarethe Prinz-Büchl, die Superintendentialkuratorin für Kärnten und Osttirol. Anwesend waren auch Walter Pansi als Wirtschaftsdirektor der Diakonie de la Tour, Susanne Prentner-Vitek als Personaldirektorin der Diakonie de la Tour, Dompfarrer Peter Allmaier, Wolfgang Ernst, als Geschäftsführer der Diakonie Eine Welt, der frühere Rektor der Diakonie de La Tour, Hubert Stotter, die frühere Superintendentialkuratorin Heli Thelesklaf, Caritas-Direktor Ernst Sandriesser, WK-Präsident Jürgen Mandl, Bezirksfeuerwehrkommandant Gerhard Egger und Gerhard Greimer von der Sparkasse Feldkirchen.

Wissenswert
Die Diakonie ist Dachverband von rund 30 Hilfswerken und ‑vereinen im Bereich der evangelischen Kirchen. Die vier größten diakonischen Werke in Österreich sind das Evangelische Diakoniewerk, die Diakonie de la Tour, das Diakonie Zentrum Spattstraße in Linz und die Diakonie Eine Welt, zu der auch die Diakonie Katastrophenhilfe gehört. Mehr als 10.000 hauptamtliche und knapp 3.000 ehrenamtliche Mitarbeiter sind österreichweit tätig. Die Diakonie de la Tour hat 2.800 Mitarbeiter, davon 300 ehrenamtliche.
Verfasst am: 27.05.24, 12:05