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Titel: Gelebte Tradition beim Gustav Adolf Fest
Autor: MB
Quelle: www.orf.at vom 30.5.2024

Nach vier Jahren Unterbrechung hat heuer wieder das traditionsreiche Gustav Adolf-Fest der evangelischen Christen stattgefunden. Unter dem Motto „Aufstehn, aufeinander zugehn“ fand das Fest heuer in Stadtschlaining statt.

Immer zu Fronleichnam wird eine evangelische Gemeinde zum Treffpunkt der burgenländischen Gläubigen. Heuer wurde Stadtschlaining ausgesucht und da gab es viel Programm. Neben dem Festgottesdienst gab es auch ein alternatives Jugendprogramm in der Burg. Das Gustav Adolf Fest erinnert an den gleichnamigen Schwedenkönig, der im Dreißigjährigen Krieg für die protestantische Sache eingetreten ist. Es ist also ein Fest mit Tradition. „Das Gustav Adolf Fest ist für die ganze evangelische Kirche von zentraler Bedeutung. Aber im Burgenland ist es immer noch einmal etwas ganz Besonderes, weil die Größe, mit der das Gustav Adolf Fest im Burgenland gefeiert worden ist, die sucht ihresgleichen, Das findet man woanders nicht“, so Superintendent Robert Jonischkeit.

Ein Fest im Miteinander
„Das Gustav Adolf Fest war durch Jahrzehnte hindurch der Treffpunkt für die Evangelischen im Burgenland bzw. auch in den anderen Superintendenzen in Österreich. Bei uns im Burgenland war es ganz wichtig zusammenzukommen. Heuer ist es besonders, weil wir schlichtweg im Bezirk Oberwart versuchen, miteinander ein Fest zu gestalten“, sagte Gerhard Harkam, Pfarrer in Stadtschlaining. Die Vorbereitungen seien sehr umfangreich gewesen, zwei Monate habe man Vorlaufzeit gehabt, erzählte Herbert Glatz, Kurator in Stadtschlaining.

„In der Gruppe stärken“
Im Burgenland bekennen sich etwa 30.000 Menschen zur evangelischen Kirche A.B. -das sind zehn Prozent der Bevölkerung. Damit hat das Burgenland den höchsten Anteil an Evangelischen in Österreich. „Die Evangelischen sind ja eine Minderheitenkirche in Österreich. Umso mehr tut es uns gut, wenn wir einmal im Jahr spüren: Wir sind viele. Wir sind nicht nur ein paar, sondern wir können uns richtig in dieser großen Gruppe der Evangelischen auch stärken“, sagte Ingrid Tschank, Pfarrerin Gols und Obfrau des Gustav Adolf Vereins.

red, burgenland.ORF.at
Verfasst am: 03.06.24, 07:53
Titel: Zukunftsallianz vereint Religionsgemeinschaften
Autor: MB
Quelle: www.orf.at vom 28.5.2024

Eine positive Vision für die Zukunft zu erschaffen, ist das Ziel einer vom Klimavolksbegehren initiierten Allianz, die von vielen Glaubensgemeinschaften in Österreich unterstützt wird. Am Dienstag wurde das neue Bündnis präsentiert.

Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft würde einen breiten Dialog über alle Religionen hinweg verlangen, hieß es bei der Präsentation im Garten des evangelischen Zentrums im 18. Bezirk in Wien. Vertreten sind sowohl die römisch-katholische und die evangelische Kirche, die islamische Glaubensgemeinschaft und die israelitische Religionsgesellschaft sowie die buddhistische und hinduistische Religionsgesellschaft. Sie hätten sich „im Glauben an eine gute Zukunft für alle“ zusammengefunden.

Angesichts der „drängenden Herausforderungen unserer Zeit“ – genannt wurden die Klimakrise, kriegerische Konflikte in Europa und soziale Ungleichheiten – blickten viele Menschen in Österreich sorgenvoll in die Zukunft, hieß es zur dahinterstehenden Motivation. Auch Stimmen aus der Wirtschaft sowie prominente Persönlichkeiten schlossen sich der Allianz an, berichteten die Initiatoren des Klimavolksbegehrens. Zusammen wolle man die Beiträge der Allianz-Partner bis zum Herbst zu einem Zukunftsplan der Bevölkerung zusammenführen.

Gemeinsam verhärtete Fronten lösen
„Mit dem Schulterschluss der Religionsgemeinschaften für unsere Zukunftsallianz wird ein starkes Zeichen gesetzt. Der gemeinsame Willen, unser Leben und das der nächsten Generationen positiv zu verändern, eint alle“, wurde Christian Kdolsky, Sprecher der Zukunftsallianz, zitiert.

„Gemeinsam wollen wir verhärtete Fronten in Debatten lösen, Hoffnung geben und Brücken für eine gemeinsame Zukunft bauen“, ergänzte Markus Gerhartinger, Umweltbeauftragter der Erzdiözese Wien. „Die Menschen sind bereit und angehalten, einzeln wie strukturell Verantwortung für den Erhalt der guten Schöpfung zu übernehmen“, sagte Michael Chalupka, Bischof der Evangelischen Kirche.

Umweltschutz mehr als ökologische Notwendigkeit
„Nicht die Erde ‚Untertan zu machen‘, um sie zu beherrschen und auszubeuten, wie die archaischen Übersetzungen jener berühmten Passage des Schöpfungsberichts missverständlich nahe legen könnten, sondern sie zum Ziel und Zweck der zivilisatorischen, praktischen und zu jeder Zeit werteorientierten Weiterentwicklung zu nutzen, ist gemäß der jüdischen Tradition, der hiermit gemeinte Auftrag an die Menschheit“, lautete das Statement von Schlomo Hofmeister, Rabbiner der Israelitischen Religionsgemeinschaft.

Das Ziel sei es, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Umweltschutz mehr als nur eine ökologische Notwendigkeit sei. „Es ist ein moralisches Gebot und eine spirituelle Verpflichtung“, so Ümit Vural, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft.

Zukünftige Generationen schützen
„Die komplexen Herausforderungen, vor denen wir stehen, brauchen für ihre Lösungen sehr viel Wissen, Geduld, Empathie und Wohlwollen von allen von uns“, sagte Gerhard Weißgrab, Präsident der Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft – und die Zukunftsallianz könne dafür den Boden bereiten.

Es sei „unsere Pflicht als Hüter und Hüterinnen der Erde Maßnahmen zu ergreifen, die nicht nur uns, sondern auch zukünftige Generationen schützen“, hieß es abschließend von Sunil Narula, dem ehemaligen Vertreter der Hinduistischen Religionsgemeinschaft.

red, religion.ORF.at/Agenturen
Verfasst am: 03.06.24, 07:50