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Titel: Zwei Kirchenjubiläen im Mittelpunkt der diesjährigen Gustav-Adolf-Feste
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 3.6.2024

Grazer Heilandskirche feierte 200-jähriges Bestehen, Erlöserkirche Jenbach wurde 60 Jahre alt

Graz/Jenbach (epdÖ) – Im Rahmen der diesjährigen Gustav-Adolf-Feste wurden zwei runde Kirchenjubiläen gefeiert. Die Heilandskirche in Graz feierte am Donnerstag, 30. Mai, ihr 200-jähriges Bestehen, die Erlöserkirche in Jenbach bereits am Sonntag, 26. Mai, ihren 60. Geburtstag. Beide Gemeinden nahmen ihre Jubiläen zum Anlass, um die diözesanen Kirchentage bzw. Gustav-Adolf-Feste auszurichten. Hunderte Gäste aus der Steiermark bzw. aus der Superintendenz Salzburg-Tirol waren der Einladung zu den Festprogrammen gefolgt.

Die Geschichte der Grazer Heilandskirche begann im Jahr 1824, als auf einem Platz außerhalb der Stadt ein Bethaus eingeweiht wurde. Heute liegt die Kirche, die 1854 mit dem Turm ihre heutige Gestalt bekam, zentral neben dem beliebten Bauernmarkt am Kaiser-Josef-Platz und nur eine Gehminute von der Grazer Oper entfernt. Im Rahmen des Gustav-Adolf-Festes wurde das 200-Jahr-Jubiläum mit einem Festgottesdienst eröffnet, die Festpredigt hielt Prälatin Gabriele Wulz aus Ulm, Vorsitzende des Gustav-Adolf-Werks Württemberg. Danach folgte ein Festprogramm mit Livemusik der Band „Herr Kinski“, Kulinarik und eine Zeitreise mit historischen Fotos, präsentiert von Superintendent i.R. Ernst Christian Gerhold. Vom Kindergottesdienst bis zur Hüpfburg kamen auch die Kleinsten auf ihre Kosten.

Jenbach: „Dies ist der Tag, den der Herr macht“

Unter dem Motto „Dies ist der Tag, den der Herr macht“ feierte die Erlöserkirche in Jenbach am 26. Mai ihren 60. Geburtstag. Zum Diözesan- und Gustav-Adolf-Fest waren zahlreiche Gäste aus der Diözese Salzburg-Tirol gekommen. Als Gastpredigerin angereist war Birgit Hamrich, Dekanin der Evangelischen Kirche in Hessen-Nassau und zugleich Vertreterin des dortigen Gustav-Adolf-Werks (GAW). Der Bau der Erlöserkirche Jenbach wurde – neben den enormen Eigenleistungen der kleinen Zahl an Evangelischen in Jenbach in den 1960er Jahren – durch eine großzügige Zuwendung des GAW Hessen-Nassau ermöglicht. Eine Präsentation über Bau und zur Geschichte der Pfarrgemeinde förderte viele Erinnerungen und auch Überraschendes zu Tage. Die Kirche beim Festgottesdienst mit Kindergottesdienst und das Veranstaltungszentrum Jenbach bei den anschließenden Programmpunkten waren bis auf den letzten Platz gefüllt.
Verfasst am: 10.06.24, 10:11
Titel: Lange Nacht der Kirchen: Musik, Andacht, Kabarett und vieles mehr
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 29.5.2024

Rund 700 Kirchen öffnen am 7. Juni ihre Pforten

Wien (epdÖ) – Kirchen in ganz Österreich und Südtirol öffnen am Freitagabend des 7. Juni wieder ihre Pforten zur „Langen Nacht der Kirchen“. Dabei erwartet die Besucher:innen ein vielfältiges Programm mit mehr als 3.000 Einzelveranstaltungen in österreichweit rund 700 Kirchen.

Die Besucherinnen und Besucher können während der „Langen Nacht der Kirchen“ Musik der verschiedensten Stilrichtungen, Diskussionen und Talks über Gott und die Welt sowie Meditationen und Gebete erleben. Dabei haben die Besucherinnen und Besucher auch die Gelegenheit, sich mit aktuellen religiösen und gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen und die Kirchen aus anderen Blickwinkeln zu betrachten.

Der Veranstaltungsreigen sei zu einem „Symbol der Vielfalt geworden, der über konfessionelle Grenzen hinweg Menschen zusammenführt“, erklärt der Vorsitzende des Ökumenischen Rats der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) und armenische Bischof Tiran Petrosyan in seinem Grußwort.

Das Herz-Jesu-Fest der Katholischen Kirche am 7. Juni war für die „Lange Nacht der Kirchen“-Verantwortlichen Anlass, das „Herz“ als verbindenden Begriff für die Veranstaltungen zu wählen. In den einzelnen Bundesländern konkretisiert sich dieses Motiv in unterschiedlicher Form, etwa in Wien im Motto „Am offenen Herzen“ oder in Salzburg mit „Mein Herz in der Nacht“. „Wenn die Verbindung unter uns Menschen und mit Gott gesucht wird und dadurch Trennendes in Gesellschaft und Kirchen überwunden werden kann, weht der Geist Gottes ganz besonders und erreicht unsere Herzen“, betont der Wiener Superintendent Matthias Geist.

Auch die Evangelische Kirche lädt wieder zu zahlreichen Veranstaltungen. So kann in der Reformierten Stadtkirche in Wien-Innere Stadt ab 18 Jahr die Ausstellung „Reformierte in Wien – 240 Jahre Wiener Gemeinden“ besucht werden. Darüber hinaus lädt um 19 Uhr Pfarrerin Réka Juhász zu einer Kirchenführung. Nebenan, in der Lutherischen Stadtkirche, wird um 19.00 zum Thema „EUangelisch – Evangelische in Europa vor der Wahl“ diskutiert, bevor Clemens Anton Klugs „Organspende – Orgelkabarett“ beginnt, das dann ab 22.30 in „Dancefloor Halleluja“ übergeht.

Gemeinsam mit dem Viktor Frankl Zentrum Wien lädt die Evangelische Messiaskapelle in Wien-Alsergrund zu dem Vortrag „Das Leben feiern – durch die Kunst der Dankbarkeit“ der Lebens- und Sozialberaterin Kathrin Hopfgartner. Dabei erfahren Interessierte, was zu „dieser heilsamen Lebenshaltung“ Zufriedenheit verhilft und was das alles mit einer sinnvollen Lebensführung zu tun hat. Beginn des Vortrags in der Evangelischen Messiaskapelle in Wien-Alsergrund ist um 19 Uhr.

Musikalische Schwerpunkte setzt die Evangelische Elisabethkirche in Mistelbach. Unter dem Titel „Ich war krank und ihr habt mich besucht“ (Mt 25,36) beginnt um 18 Uhr eine musikalische Andacht mit der Mistelbacher Krankenhausseelsorge. Danach sorgen Weinviertler Musikerinnen und Musiker für „Balsam für die Seele“. Beginn des Konzerts ist um 19.30 Uhr.

Auszüge aus dem neuen Kabarettprogramm „Aus ‚heiterem‘ Himmel – Mit der Kirche ums Kreuz“ spielen um 19.15 Uhr Oliver Hochkofler und Imo Trojan in der Evangelischen Kreuzkirche Graz. Ihre Parodien, musikalischen Sketches und eigenen Comedy-Figuren beschäftigen sich dabei mit Kirchengeschichte, Bibel und damit, was die Konfessionen miteinander verbindet.

In Bad Ischl – einem der Austragungsorte im Rahmen der „Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024“ – findet um 19.00 Uhr in der Evangelischen Friedenskirche eine ökumenische Vesper mit Superintendent Gerold Lehner und Bischof Manfred Scheuer statt. Im Anschluss diskutieren Lehner und Scheuer bei einem Podiumsgespräch zur Frage „Warum die westliche Welt das Christentum braucht“.

Eine ungewöhnliche „Jedermann“-Aufführung geht um 20.30 Uhr in der Christuskirche Wels über die Bühne. Die Regisseurin Annika Pilstl inszeniert das Stück von Hugo von Hofmannsthal als Puppenspiel. Geführt werden die Figuren von den Puppenspieler:innen Ruth Humer und Gerti sowie Maximilian Tröbinger.

Zudem findet in Tirol ein ökumenischer Veranstaltungsreigen am Herz-Jesu-Freitag, dem 7. Juni, unter dem Motto: „Dein Herz ist gefragt“ statt, der mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Spitalskirche in Innsbruck um 18 Uhr startet.

An der „Langen Nacht der Kirchen“ nehmen alle im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) vertretenen Kirchen teil. In den vergangenen Jahren verzeichnete die kirchliche Großveranstaltung österreichweit stets gut 300.000 Besucherinnen und Besucher. Mit dieser Zahl rechnen die Veranstalter auch heuer.
Verfasst am: 03.06.24, 07:55