Sonntagsgruß 25.2.

BIBELTEXT 4. Mose 21, 4-9

Da brach Israel auf von dem Berge Hor in Richtung auf das Schilfmeer, um das Land der Edomiter zu umgehen. Und das Volk wurde verdrossen auf dem Wege und redete wider Gott und wider Mose: Warum habt ihr uns aus Ägypten geführt, dass wir sterben in der Wüste? Denn es ist kein Brot noch Wasser hier, und uns ekelt vor dieser mageren Speise. Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk; die bissen das Volk, dass viele aus Israel starben. Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir wider den HERRN und wider dich geredet haben. Bitte den HERRN, dass er die Schlangen von uns nehme. Und Mose bat für das Volk. Da sprach der HERR zu Mose: Mache dir eine eherne Schlange und richte sie an einer Stange hoch auf. Wer gebissen ist und sieht sie an, der soll leben. Da machte Mose eine eherne Schlange und richtete sie hoch auf. Und wenn jemanden eine Schlange biss, so sah er die eherne Schlange an und blieb leben.


GEDANKEN

Der Nahe Osten und damit weite Teile des biblischen Landes waren schon immer ein Ort brutaler Gewalt und blutiger Auseinandersetzungen. Dieser Landstrich ist auch in diesen Tagen wieder Schauplatz grausamer, menschenverachtender Kriege unterschiedlicher Gruppen. Es sind auf allen Seiten Extremisten und Nationalisten, die ihren Hass mitunter mit religiösen Werten unterfüttern und tarnen. Solange solche Extremisten in den Reihen dieser (Brüder-)Völker das Sagen haben, wird es keinen Frieden geben.

Hass, unbändiges Machtstreben und Gier setzen  immer wieder eine Spirale von Rache in Gange. Der mit Waffen ausgetragene Konflikt im sogenannten Gelobten Land, das Zentrum dreier Weltreligionen ist, führt zu einer Entwürdigung der Menschen, zu Tod und Verzweiflung und nimmt nicht nur die Region sondern die ganze Welt in unsägliche Geiselhaft. Man kann diesen leidgeplagten Völkern nur empfehlen, sich ihrer Peiniger (bestenfalls demokratisch) zu entledigen.

Diese Konflikte zeigen letztlich, welch tödliches Potenzial in uns Menschen steckt, wie es von Extremisten vorsätzlich geschürt werden und unter welchen Voraussetzungen es zum Ausbruch kommen kann.
Der Mensch ist ein durch und durch kriegerisches Wesen. Dies kommt immer dann zum Ausbruch, wenn die „Rahmenbedingungen“ dafür geschaffen werden. Wenn wir es also zulassen, dass der Boden für Hass, Zwietracht und Krieg aufbereitet wird.

Das Alte Testament und später das Neuen Testament zeigen uns, welch Anstrengungen Gott unternimmt, die Menschen auf gute Wege zu bringen, die von Liebe und Frieden geprägt sind. Allein: Wir Menschen sind zeitweise recht resistent gegenüber Erkenntnis, was gut für uns, unsere Mitmenschen, die Welt und somit die gesamte Schöpfung wäre.

Stellvertretend für das, was wir im schlimmsten Fall einander antun können, sehen wir in Konflikten im Nahen Osten aber auch aktuell in Europa. Erstaunlich: bei all diesen Katastrophen sind Vertreter der sogenannten Abraham-Religionen an vorderster Front mit dabei. Anstatt auf Frieden zu sinnen, fördern sie Rache und den Tod unschuldiger Menschen. Wie wichtig ist es daher, uns immer wieder zu besinnen und unser Tun zu hinterfragen! Damit dem Keim des Hasses keine Chance gelassen wird. In all dem Geschehen, können wir nur darauf hoffen, dass Gott uns gnädig ist!    

Lektor Werner Pelz

Zuletzt bearbeitet am: 24.02.24, 17:59
Geschrieben von: anpe
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