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Titel: Österreich: Staffelübergabe bei der Evangelischen Allianz
Autor: MB
Quelle: https://www.idea.de vom 30.9.2022

Bad Goisern (IDEA) – Stabübergabe in der Leitung der Österreichischen Evangelischen Allianz: Oliver Stozek (Neukirchen an der Enknach/Oberösterreich) ist am 28. September in Bad Goisern als neuer Generalsekretär eingeführt worden. Zugleich wurde sein Vorgänger, Christoph Grötzinger (Bürmoos bei Salzburg), verabschiedet. Der 63-Jährige hatte das Amt 22 Jahre lang inne und tritt in den Ruhestand.

Stozek (49) stammt wie Grötzinger aus Württemberg. Der neue Generalsekretär war seit 2008 Geschäftsführer der Initiative „Wächterruf – Gebetsnetz für Deutschland“. Grötzinger überreichte seinem Nachfolger vor den rund 100 Gästen eine Holzstaffel mit den Worten: „Es ist ein Stab, kein Zepter zum Regieren und auch kein Schlagstock, sondern ein Stab, eine Staffel zum Weiterlaufen – und ich lass jetzt los.“

Laut einer Mitteilung der österreichischen Allianz hat Grötzinger viel dazu beigetragen, Brücken zu den unterschiedlichen Konfessionen zu bauen sowie die Zusammenarbeit der verschiedenen Frömmigkeitsrichtungen zu fördern. In seiner Amtszeit seien Gebetsinitiativen, lokale und regionale Allianzen sowie Arbeitskreise zu verschiedenen Themen entstanden.

Der Präsident der Europäischen Evangelischen Allianz, Frank Hinkelmann (Petzenkirchen/Niederösterreich), dankte Grötzinger für seinen Dienst. Grußworte sprachen Bischof Martin Scheuer (Linz) für die katholische Kirche, der stellvertretende Superintendent Martin Eickhoff (Stadl-Paura/Oberösterreich) für die evangelische Kirche und Pastor Edwin Jung (Braunau) für die Freikirchen in Österreich.

Stozek sagte in seiner Rede, dass es angesichts der herausfordernden Zeiten mehr denn je darauf ankomme, als Christen zusammenzustehen. Die Evangelischen Allianzen und alle Gemeinden müssten den Weg der Einheit fortführen. Nur durch die Liebe der Christen untereinander werde die Welt Jesus Christus erkennen. Stozek ist verheiratet und Vater eines Sohnes.

Verfasst am: 03.10.22, 11:53
Titel: Von Schafnasen träumen
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 1.10.2022

Michael Chalupka über ein fröhliches Fest des Dankes in schwierigen Zeiten

Schafnasen, Käferbohnen und Kernöl. Davon träumt der Steirer in der Fremde. Während die Käferbohnen und das Kernöl ihren Siegeszug in die Welt schon hinter sich haben, bleibt die alte wunderbare Apfelsorte, die Schafnase, noch ein Geheimtipp. Wer nicht nur davon träumen will, findet diese Produkte in allen Variationen am Grazer Bauernmarkt am Kaiser Josef-Platz. Der Platz war bis ins 19. Jahrhundert ein Holzplatz vor den Toren der Stadt. Die junge evangelische Gemeinde baute dort vor rund 200 Jahren ihr Bethaus. Heute liegt der Markt mitten in der Stadt zwischen Kirche und Oper.

Morgen, am Sonntag um 10h, feiern die evangelischen Pfarrgemeinden dort gemeinsam mit allen Grazern ihr Erntedankfest anlässlich des Jahres der Schöpfung.

Die Tradition des Erntedankfestes schenkt uns in Zeiten der Klimakrise etwas Wichtiges: Auf Gott, den Schöpfer, zu vertrauen, bedeutet eine Einübung in die Dankbarkeit. Es baut auf der Einsicht auf, dass sich das eigene Leben und die ganze menschliche Gesellschaft Grundlagen verdankt, die wir uns nicht selbst geschaffen haben. Das macht froh, gibt Kraft und macht demütig und lebendig.

Es wird ein fröhliches Fest des Dankes in schwierigen Zeiten am Kaiser Josef-Platz. Leider schaffe ich es nicht nach Graz an diesem Wochenende. Ich werde sehen, ob ich in Wien Schafnasen ergattern kann. Sonst muss es ein Käferbohnensalat mit Kernöl tun. Den hat der Steirer immer in der Speis.
Verfasst am: 03.10.22, 11:52